Bangkok 

 

Krung Thep

Stadt der Engel

Die Thais nennen ihre Stadt meist Krung Thep, was in westlichen Texten in „Stadt der Engel“ übersetzt wird. Deshalb, weil die Devas, die 33 göttlichen Wesen in der Mythologie Thailands,  als geflügelte Wesen dargestellt werden. Gute 7 Mio Einwohner hat dieser Moloch und fordert dementsprechend. Wir haben Glück mit dem Wetter und Smog war in den Wochen davor – nun ist es relativ klar.  Der Wetterbericht sagt 34 Grad, gefühlt 43 bei 85% Luftfeuchtigkeit. Wir entscheiden uns wieder für das uns bekannte Menam Riverside Hotel, schön am Fluss gelegen. Es bietet genau den Komfort, den wir uns wünschen. Und ein bisschen davon braucht es in einer Megacity wie dieser – einfach als eine Oase der Ruhe nach Ausflügen in die Metropole. Es ist laut, es ist heiß, oft schmutzig, oft stinkig – aber eben auch cool. Die Ausblicke von hoch oben aus unserem Zimmer oder auch von der Terrasse auf den Fluss begeistern uns zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Da wir schon so oft in Bangkok waren, haben wir auch kein "Programm" mehr abzuarbeiten. Wir treffen wieder mit Wolfgang und Sandra zusammen und verbringen gemeinsame Stunden. Es ist einfach immer wieder ein schöner Abschluss einer Asien Reise und wir lassen uns durch Bekanntes, aber auch immer wieder Neues treiben. Vom Wat Arun aus (der mittlerweile ebenso zum YouTube- und Instagramm point mutiert ist) wandern wir durch kleine, und kleinste Gassen, entlang abenteuerlicher Wasserkanäle, in ein anderes, ländliches, Bangkok. Kleinste Geschäfte und Läden sichern den Menschen hier ein bescheidenes Einkommen. Was für ein Kontrast zum 5-Sterne-Luxusbezirk der internationalen Hotels. Erstaunlich, dass wir auf Bananenplantagen mitten im Großstadtdschungel stoßen. Einige der Klongs, die wir im Vorjahr noch mit dem Rad entlang gefahren sind, wurden mittlerweile „zugedeckt“ – wohl zu stinkig. Wir machen diesmal richtig Kilometer per pedes und haben Spaß an dieser Entdeckungstour.

Ein Tag gehört noch dem Blumenmarkt und Chinatown. Auch bekannt, aber immer wieder faszinierend. Und dabei entdecken wir gleich ein uns neues Viertel. Eisenwarenhändler an jeder Ecke, versteckte Rostlauben wofür auch immer (??), eine hippe Cafe-Szene dazwischen – nicht wirklich zu beschreiben, einfach skurril. Und wenn auch das getan ist, gibt es noch ein paar Stunden Erholung am Hotelpool, bevor wieder ein neuer wunderbarer Abend mit Blick auf den Chao Phraya beginnt. Bangkok, wir kommen bestimmt wieder!